Behandlungsmethoden
Mobilisation
Mobilisationstechniken werden bei Bewegungseinschränkungen eines oder mehrerer aneinandergereihten Gelenke angewandt.
Sie führen zu einer Bewegungserweiterung, einer verbesserten Koordination und haben einen tonussenkenden Effekt auf die Muskulatur.
Klassische Massage
Überbelastung der Muskulatur, Hartspann oder Narben können der Anlass für eine Massage sein. Sie können je nach Massagegriff tonussenkend oder tonussteigernd auf die Muskulatur einwirken. Zudem regen sie den Stoffwechsel und die Durchblutung an.
Dehnung
Dehnübungen können zur Prävention, Rehabilitation oder bei Verkürzungen durchgeführt werden. Sie sollten nur im aufgewärmten Zustand angewendet werden. Verklebungen, Verspannungen und Muskelschmerzen können gelindert werden.
Faszientechniken
Verletzte oder verklebte Faszien führen zu Steifheit und Bewegungseinschränkungen. Mithilfe verschiedener Techniken können die Bindegewebsschichten wieder mobilisiert und getrennt werden.
Wie ist der Ablauf einer Behandlung?
Für eine Erstbehandlung sind insgesamt 2 Stunden einzuplanen
- Anamnese (Aufnahmegespräch) und Exterieurbeurteilung
- Palpation (Abtasten der Muskulatur)
- Ganganalyse auf hartem und weichen Boden, wenn möglich auch unter dem Reiter
- Überprüfung von Sattel und Trense hinsichtlich der Passform
- Testung und Befundung der einzelnen Gelenke der Vorder- und Hinterhand, sowie der Wirbelsäule
- Individuelle Behandlung der gefundenen Läsionen, Bewegungseinschränkungen
- Abschlussgespräch und Erstellung eines Trainingsplans
Wann ist eine Behandlung sinnvoll?
- Muskelverspannungen, klammer Gang, Muskelabbau
- Leistungseinbußen
- Rückenprobleme
- Bewegungseinschränkungen der Halswirbelsäule (Biegung und Stellung)
- verringerte Hinterhandaktivität
- Abwehrreaktionen beim Satteln oder Trensen
- Widersetzlichkeit beim Reiten
- nach Verletzungen zur Rehabilitation
Gegenanzeigen:
- Fieber
- Offene Wunden
- Tumore
- starke Lahmheiten
- Tragende Stuten
Bitte kontaktiere bei den oben genannten Symptomen erst deinen Tierarzt.